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Flora

Bäume Sträucher und Blumen
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Bäume

Die Korkeiche


(Quercus suber)

Diesen Baum - er steht selten allein, sondern fast immer in ganzen Wäldern - erkennen Sie sofort an der abgeschälten Rinde. Am Baumstamm lesen Sie eine Zahl, beispielsweise eine 9. Das bedeutet, daß die Rinde im Jahr 1999 geschält wurde. Korkeichen dürfen frühestens alle 9 Jahre geschält werden, immer muß mindestens 1/3 des Baumes noch mit Rinde versehen sein, um ein Absterben zu verhindern.

Erst wenn ein Baum älter als 20 Jahre ist, darf mit der Schälung begonnen werden. "Geerntet" wird der Kork im Sommer von Juni bis August.

Korkeichen werden sehr alt. Wenn sie als Korklieferant genutzt werden, erreichen sie ein Alter von 200 bis 250 Jahren. Bleibt ihnen diese Prozedur erspart, leben sie bis zu 600 Jahren. Ausgedehnte Korkeichenwälder finden Sie überall auf der Insel.

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Der Eukalyptusbaum


(Eucalyptus globulus)

Eukalyptusbäume werden großflächig zur Aufforstung verbrannter Flächen und/oder zur Gewinnung von Zellulose für die Papierherstellung angepflanzt. In 10-jährigen Abstand wird die Krone des Baumes gekappt, diese Prozedur wiederholt sich viermal. Danach werden die Bäume gefällt und die Wurzeln ausgegraben. Da die Bäume viel Wasser benötigen und sehr tiefe Wurzeln haben, laugen sie den Boden aus und tragen maßgeblich zum Austrocknen ganzer Flächen bei. Erst nach 60 Jahren hat sich eine Landschaft erholt und ihr ursprüngliches ökologisches Gleichgewicht wiedergefunden, wenn dort Eukalyptusbäume angepflanzt waren.

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Der Olivenbaum


(Olea europaea)

Diese immergrünen Bäume wurden von den Arabern nach Mallorca gebracht. Sie werden sehr alt, zum Teil mehr als 1000 Jahre.
Olivenbäume entdecken Sie fast überall auf Feldern und Wiesen, den meisten können Sie das hohe Alter deutlich ansehen. Auf einen knorrigen, gedrehten Stamm wächst eine zierliche Krone.
Nach der Blüte im Mai/Juni werden die Früchte ab November bis Januar geerntet. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist dann, wenn sich die grünen Oliven schwarz verfärben.
Wirtschaftlich spielt die Ölgewinnung auf Mallorca keine große Rolle, obwohl es auf Mallorca auch heute noch stattliche Olivenhaine gibt.

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Der Feigenbaum


(Ficus carica)

Der Feigenbaum stammt aus dem Orient, ist aber seit Jahrtausenden in Spanien und auch auf Mallorca verbreitet. Im Sommer erkennen Sie ihn an seinen großen grünen Blättern (größer als eine Hand). Seine Zweige wachsen sehr in die Breite, so daß die relativ niedrigen Bäume viel Platz benötigen. Im Winter wirft der Feigenbaum sein Laub ab. Zu sehen sind dann nur nur etwa armdicke kahle graue Äste, die den Eindruck erwecken, der Baum sei abgestorben.

Feigenbäume bevorzugen ein trockenes Mikroklima, benötigen jedoch feuchten Boden zum Gedeihen. Diese Gegebenheiten finden sich unter anderem in der Felsenschlucht Torrent de Pareis oder im Feuchtgebiet S'Albufera.
Die Früchte werden ab August/September geerntet. An den meisten Bäume hängen grüne Feigen, es gibt aber auch - seltener - blaue Feigen und Bäume, die sowohl grüne als auch blaue Früchte tragen. Übrigens - die eigentlichen Früchte der Feigenbäume sind die kleinen "Körnchen", die sich in großer Zahl innerhalb der essbaren Feigen befinden.



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Die Pinie


(Pinus pinea)

Diese Pinienart mit ihrer breiten Krone (sie wird auch Schirmpinie genannt) finden Sie an einigen Küstenabschnitten. Sie bietet nicht nur Schatten, sondern gibt der Landschaft auch ein besonderes (südliches) Flair. In den großen Zapfen stecken die Samen, die Sie essen können. Sie werden als Pinienkerne angeboten.

In ihrem Erscheinungsbild nicht so malerisch ist eine anderer Pinienart, die Sternkiefer oder Strandkiefer (pinus pinaster). Sie wächst hoch und hat keine quarakteristische Krone. Dieser Baum wird zur Holzgewinnung angepflanzt und nach 30 Jahren gefällt.

Wegen der herabfallenden Nadeln stellen Pinien ein besonderes Waldbrandrisiko dar.

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Der Mandelbaum


(Prunus dulcis)

Dieser aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Baum bezaubert im Februar mit seinen zarten weißen oder rosa Blüten die Insel. Er ähnelt einem Pfirsichbaum, seine grünen Früchte sind auch wie ein Pfirsich behaart und etwa so groß wie eine kleine Aprikose. Im August/September werden die Mandeln geerntet. Bei reifen Früchten platzt die Außenhaut auf, so daß sich der Kern leicht entnehmen läßt oder herunterfällt. Gegessen oder sonst verwertet wird der Samen des Mandelbaumes, der vom Kern umschlossen ist.



Um Mandeln zu ernten muß deshalb der Kern wie bei einer Nuß geknackt werden und zusätzlich die Samenschale - eine dünne braune Schicht - entfernt werden.
Die süßen Mandeln (prunus dulcis var.dulcis) und die bitteren Mandeln (prunus dulcis var.amara), unterscheiden sich - vom Geschmack abgesehen - durch ihren Gehalt an Bittermandelöl.
Verwendet werden die süßen Mandeln zur Herstellung von Marzipan und zum Backen, die kalorienreichen Köstlichkeiten in den Konditoreien Mallorcas sind Legende. Kuchen und Süßigkeiten aus Mandeln (amendoa) sind eine der Köstlichkeiten Mallorcas. Natürlich können Sie Mandeln auch geröstet oder roh essen.
Sehr gefährlich ist es dagegen, an bitteren Mandeln zu knabbern. Sie enthalten den Bitterstoff Amygdalin, der, wenn er mit den in menschlichen Zellen vorkommenden Enzym Emulsin in Kontakt kommt, Blausäure produziert. Äußerste Vorsicht ist geboten, schon der Genuß von 7 bitteren Mandeln kann tödlich sein. Bittere Mandeln liefern ein hochwertiges Pflanzenöl, das vor allem in der Kosmetikindustrie und zur Arzneimittelherstellung gebraucht wird.

Mandelbaumblüte


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Der Johannisbrotbaum


(Ceratonia siliqua)

Im Sommer (ab Juli) werden auf Mallorca die Früchte des Johannisbrotbaumes geerntet. Die langen harten Schoten sind reif, wenn sie dunkelrot, fast schwarz gefärbt sind. Ihr Geschmack ist sehr süß, ein wenig wie künstlicher Süßstoff.

Bauern verwenden die Schoten als Viehfutter, in einigen Gegenden werden sie gemahlen, mit anderen Mehlen vermischt und zu Brot gebacken.

In der Nahrungsmittelindustrie spielt Johannisbrot eine große Rolle als billiges Verdickungsmittel, z.B. in Eis oder Joghurt. Auch die pharmazeutische Industrie kauft Johannisbrotschoten auf.
Auch die pharmazeutische Industrie kauft Johannisbrotschoten auf. Wußten Sie, daß der getrocknete Samenkorn des Johannisbrotbaumes dem Gewicht eines Karats entspricht ? Schon die Ägypter machten sich die Tatsache, daß jeder Same exakt 0,2 g wiegt zunutze und wogen mit ihm Gold und Edelsteine.

Das Gewicht von Edelsteinen wird noch heute in Karat = 0,2g = 1 Johannisbrotsamen angegeben.
Bei Gold (und anderen Edelmetallen) hingegen gibt die Karatangabe den %-satz des Goldes in der Legierung an, wobei 24 Karat (entspricht 999/000 Gold) 100% entsprechen.

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Der Jacarandabaum


(Jacaranda mimosifolia)

Aus Südamerika stammt der Jacarandabaum, der mit seinen intensiv blau-violetten Blüten Straßen und Plätze schmückt.
Während der Blüte im Mai/Juni hat der Baum noch wenig Blätter, so daß das leuchtende Blau der Blüten besonders ins Auge sticht. Wegen seiner bis zu 45 cm langen, zart gefiederten Blätter wird er in England auch Fern-Tree (Farnbaum) genannt.

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Die Kanarische Dattelpalme


(Phoenix canariensis)

Diese von den Kanarischen Inseln stammende Palmenart ist ursprünglich nicht in Spanien heimisch. In freier Natur wächst auf Mallorca nur die Zwergpalme. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit wird die Dattelpalme aber als Zierbaum in Gärten, Parks und Alleen gern und häufig angepflanzt.

Wer sich einmal an einem Palmwedel eines ausgewachsenen Baumes gestochen hat, wird einen großen Bogen um die Pflanze machen. Übrigens: die kleinen gelben Früchte sind nicht eßbar.

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Die Akazie


(Acacia dealbata, acacia motteana)

Die intensiv gelb blühenden Akazien schmücken viele Garten auf Mallorca. Sie wachsen aber auch in freier Natur. Die feinen kleinen kugeligen Blüten erscheinen in den Monaten Februar und März.

Ursprünglich wurden die Bäume aus Australien eingeführt. Es gibt diverse Arten, weit verbreitet ist die Silberakazie (acacia dealbata). Sie hat gefiederte Blätter, die sich, wenn man sie berührt, zusammenziehen. Diese Art ist in Deutschland unter dem Namen "Mimose" bekannt. Die "acacia motteana" hingegen hat lanzettenartige ledrige Blätter, sie reagiert nicht auf Berührung.
Den Gartenbesitzern bereiten Akazien nicht nur Freude. Die verblühten "Kügelchen" fallen nämlich herunter und  bedecken den Boden mit einer dicken "gelben Matschschicht", die mit viel Arbeit beseitigt werden muss.



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Der Orangenbaum


(Citrus sinensis)

Bereits vor etwa 3000 Jahren gab es in China Orangenbäume. Nach Mallorca kam die Pflanze erst im 16.Jahrhundert. Der bis zu 3m hohe Baum hat grüne, lederartige, elliptische Blätter. Er blüht von Februar bis Juni. Die weißen Blüten riechen süß-aromatisch und überziehen besonders die Gegenden mit großen Orangenplantagen mit ihrem Duft. Geerntet werden Orangen im Dezember und im Juni.

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Der Zitronenbaum


(Citrus limonium)

Der Zitronenbaum kommt aus der gleichen Pflanzenfamilie wie der Orangenbaum. Er unterscheidet sich lediglich durch die etwas größeren Blätter (bis zu 16 cm) und die Zahl der Blüten, die etwas später als beim Orangenbaum erscheinen.
Zitronenbaumplantagen gibt es seltener auf Mallorca, überwiegend werden Orangen in großen Mengen geerntet.

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Sträucher und Blumen

Der Erdbeerbaum


(Arbutus unedo)

Warum taucht der Erdbeerbaum unter der Rubrik "Sträucher" auf,  werden Sie fragen. Hier gleich die Antwort: er kann als Baum vorkommen und bis zu 8 m hoch werden, auf Mallora erscheint er aber meistens als Strauch. Um die Fruchtbildung anzuregen wird er regelmäßig zurückgeschnitten  und wächst buschig verzweigt - z. B. an den Hängen des Bauçá (614m) nordöstlich von Calviá.

Der Erdbeerbaum gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (ericacea). Seine immergrünen Blätter sind ledrig und am Rand fein gesägt; sie ähneln dem Lorbeer. Die weiß/beigen Blüten sehen aus wie Maiglöckchenund erscheinen oft zusammen mit den Früchten im Herbst. Aus den runden "stacheligen" roten Beeren des Erdbeerbaums wird der Erdbeerschnaps destilliert, ein Branntwein mit 40% Alkohol. Die reifen Früchte sind auch eßbar, ihr Geschmack ist aber eher fade.
Hauptsächlich wird aus den Früchten jedoch der Schnapps hergestellt, und zwar oft auch nur für den Eigenverbrauch.
Nach der Ernte im Herbst kommen die Beeren zusammen mit Wasser in Holzfässer, wo sie ca. 3 Monate gären müssen. Mit der Destillation wird im Frühjahr begonnen; Kenner behaupten, damit dürfe keinesfalls vor dem Monat März begonnen werden. Dabei werden Früchte und Flüssigkeit erhitzt - meist in einem Kupferkessel - und der Dampf in durch kaltes Wasser gekühlte Rohre abgeleitet, aus denen dann der Alkohol rinnt.

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Die Agave


(Agave americana)

Aus dem amerikanischen Kontinent wurde die Agave nach Spanien und auch Mallorca gebracht. Sie wird gerne als Begrenzung von Grundstücken gepflanzt, die gelbgerandete Sorte "Margineta" sehen Sie aber auch als dekorative Solitärpflanze in Parks und Gärten.
Die 1-2 m langen Blätter der Agave haben nicht nur seitlich Dornen, auch an der schwarzen Blattspitze befindet sich ein Stachel, an dem Sie sich schmerzhaft stechen können.

Besonders auffällig ist die Blüte dieser Sukkulente. Es bildet sich ein 5-8 m (!!) hoher Blütenstand mit großen gelben Blüten, der einem Baum ähnelt.Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Für ihren Fortbestand sorgt sie durch Ausläufer, so daß beim Absterben der Hauptpflanze die Ableger (meist mehrere) weiterwachsen.

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Der Oleander


(Nerium oleander)

Dieser Strauch gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und ist in allen Teilen giftig. Er wächst wild in oder an ausgetrockneten Flußtälern oder auf Kiesböden, er wird aber auch sehr häufig in Gärten angepflanzt.
Im Sommer, wenn auf Mallorca die Felder und Wiesen ausgetrocknet sind, setzt der Oleander mit seinen rosafarbenen - selten auch weißen - Blüten Farbtupfer in die braune Landschaft.

Die graugrünen ledrigen sehr schmalen Blätter rollen sich an den Rändern meist etwas ein. Wenn er nicht zurückgeschnitten wird, kann der Strauch bis zu 5 m hoch wachsen.

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Der Feigenkaktus


(Opuntia ficus-indica)

Wie die Agave wird auch der Feigenkaktus gern zur Einfriedigung von Grundstücken genutzt.

Die bis zu 2-5 m hohen Pflanzen mit ihren langen Stacheln bilden ein nahezu undurchdringliches Schutzschild gegen unliebsame Eindringlinge.

Besonders tückisch ist, daß die Stacheln mit Widerhaken versehen sind. Haben Sie sich einmal einen Stachel in die Hand gepiekt, läßt er sich nur sehr schwer herausziehen.
Der Feigenkaktus wächst auch verwildert in großen "Pulks" auf Brachland und an Straßenrändern. Trotz Straßenstaub und Hitze blüht er im Sommer mit 6-8 cm breiten Blüten meist gelb, seltenerweiß oder orange.

Der von Christoph Kolumbus aus Amerika eingeführte Kaktus liefert eßbare Früchte. Sie erscheinen als 5-9cm lange, gelbe oder rote Kugeln an den Kaktusgliedern und müssen vor dem Verzehr geschält werden. Das Fruchtfleisch enthält viele Kerne.

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Die Hottentottenfeige


(Carpobrotis edulis)

Dieser Bodendecker überzieht wie ein Teppich große Flächen auf Mallorca. Von April bis Juli erscheinen seine Blüten in den Farben weiß, gelb oder pink. Besonders die rot/pinkfarbenen Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm leuchten intensiv in der Landschaft und bezaubern die Besucher Mallorcas.
Die aus Südafrika stammende Sukkulente hat fleischige Blätter, die wie kleine Wülste auf dem Boden liegen.

Die Hottentottenfeige wächst schnell und paßt sich fast jeder Bodenbeschaffenheit an. Sie wird deshalb zur Befestigung der Sanddünen an der Westküste angepflanzt. Ihre Frucht ist eßbar, ihr Saft ein altes Heilmittel bei Durchfall.

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Die Zierwinde


(ipomoea)

Die intensiv blauen, bis zu 10 cm großen Blüten dieser schnell wachsenden Kletterpflanze (sie wächst bis zu 5 m im Jahr) werden Ihnen sofort auffallen. Ganze Hecken und Bäume sind im Sommer blau berankt.

Besonders hübsch anzusehen ist die "Mischung" aus Bougainville und Zierwinde. Die Pflanze ist ursprünglich in Amerika beheimatet.


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Die Bougainville


(Bogainvillea spectabilis)

Die Bougainville wurde relativ spät, nämlich erst 1829 aus Brasilien eingeführt.

Sie wächst nicht wild, sondern wird als dekorative Kletterpflanze oft zum Schmuck von Mauern und Arkaden angepflanzt. Sie kann bis zu 10 m hoch werden, benötigt zum Ranken aber immmer ein Gerüst.

Der Stamm ist holzig und mit Dornen versehen. Die Pflanze wirkt durch ihre bunten Hochblätter, die wie ein Kelch die kleine, unscheinbare cremefarbene Blüte umranden.

Am häufigsten vertreten sind violett oder rot "blühende" Pflanzen, seltener sehen Sie Exemplare mit weißen oder gelben Hochblättern.
Die zur Familie der Wunderblumengewächse (nyctaginacea) gehörende immergrüne Pflanze behält ihrer intensiv farbigen Hochblätter vom Frühsommer bis in den Herbst.

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Der Hibiscus - Roseneibisch


(Hibiscus rosa-sinensis)

Als immergrüner Zierstrauch wird der vermutlich aus China stammende Hibiscus gern in Gärten angepflanzt. Er kommt - allerdings selten - auch verwildert vor.
Die bis zu 10 cm breiten, trichterförmigen Blüten mit hervorstehenden Staubgefäßen öffnen sich nur für einen Tag und fallen dann ab. Der Hibiscus ist ein eifriger Blüher, so daß neue Knospen sofort folgen.

Die Urform blüht rot, ihre Blüte ist ungefüllt. Es gibt unzählige Züchtungen mit orange, weißen und rosa Blüten, die einfach oder gefüllt sind. Unterschiedlich geformt sind auch die breiten eiförmigen Blätter, die bei einigen Sorten am Rand gezackt sind. Der Strauch gehört zur Familie der Malvengewächse und wird bis zu 5m hoch.

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Die Orchidee




Bereits ab Ende Februar können Sie auf Mallorca wilde Orchideen bewundern. Hauptsächlich an Flußläufen und im Kalksteingebirge wachsen Wespenragwurz, Italienisches Knabenkraut, Gelber Bienenragwurz und Fratzenorchis, um nur einige der vielen Arten zu nennen.

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Der Schopflavendel


(Lavendula stoechas)

Der Schopflavendel liebt kalkfreie, sonnige Böden. Sie finden ihn deshalb oft in der Serra del Tramutana, wo er zusammen mit den Zistrosen wächst. Ein Teppich aus weißen Zistrosen und dunkelviolettem Schopflavendel ist nicht nur eine Augenweide. Auch der aromatische Duft des Lavendels, vermischt mit dem harzigen Geruch der Zistrosen, spricht die Sinne sofort an.

Die Blätter des bis zu 1m hohen, verzweigten Strauches sind sehr schmal, graufilzig und fassen sich weich an. Zu erkennen ist der Schopflavendel an seinen dunkelvioletten Hochblättern, die aus der (eigentlichen) Blüte wie aus einer Ähre hinauswachsen. Die intensiv farbigen, großen Hochblätter locken Insekten an. Aus dem Nektar des Lavendels wird Honig gewonnen, den Sie bei den Bauern oder an kleinen Ständen am Wegesrand kaufen können.

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Die Zistrose


(Cistus)

Von Ende März bis Mai blühen auf Mallorca die Zistrosen. Sie finden diese Sträucher wildwachsend zB in der Serra del Tramutana. Es gibt verschiedene Arten von Zistrosen, die am häufigsten vorkommenden wollen wir Ihnen vorstellen:


 
Lack-Zistrose (Cistus ladanifer)

Diese Art ist einfach zu erkennen. Sie hat weiße Blütenblätter, die ein bißchen wie zerknittertes Papier aussehen. Im Innern der ca. 10cm breiten Blüte sind oft gelbe oder lila Flecke.

Die dunkelgrünen lanzettenförmigen Blätter sind mit einer klebrigen Masse überzogen.

Alle Zistrosen sondern einen harzig duftenden Saft ab, bei der Lackzistrose ist diese Eigenart aber besonders ausgeprägt. Sie wirkt wie "gummiert". Im Hochsommer ist von der Blütenpracht nichts mehr zu sehen; die Lack-Zistrose erscheint dann nur noch als brauner verdorrter Strauch. Sie wächst im Gegensatz zu ihren "Artgenossen" nicht auf Kalk, sondern bevorzugt saure Böden.

Weißliche Zistrose (Cistus albidus)

Diese Pflanze bevorzugt kalkhaltige felsige Böden. Sie finden sie deshalb auch oft an der Westküste. Ihr Name leitet sich von der Beschaffenheit ihrer Blätter ab; sie hat grau-weiße, weiche filzartige Blätter. Der Strauch erreicht nur eine Höhe von ca. 1m, auch die Blüte mit einem Durchmesser von 4-6 cm ist kleiner. Die fünf Blütenblätter erscheinen in den Farben rosa oder purpur. Die Weißliche Zistrose sondert nur wenig Saft ab, sie ist deshalb nicht so "klebrig" wie ihre "Artgenossin".

Zostrose


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Der Niedrige Sauerklee


(Oxalis pes-caprae)

Die nur 15 cm hohe Pflanze stammt aus Südafrika. Sie ist auf Mallorca weit verbreitet und bedeckt mit ihren gelben Blüten im Frühjahr Wiesen und Felder.

Oberhalb des Boden bildet sie kleine herzförmige Blätter, die den Kleeblättern ähneln. Die trichterartigen sattgelben Blüten wachsen in Dolden; 5 - 12 Blüten bilden einen "Pulk".

Sie öffnen sich nur bei hellem Licht. Auch die Blätter fallen zusammen, wenn die Sonne untergeht. Es lohnt sich deshalb kaum - wenn auch  noch so verlockend - den Sauerklee beim Spaziergang zu pflücken und in die Vase zu stellen.
Der Sauerklee verbreitet sich (rasant) durch Brutknollen und gilt als Unkraut.

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